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Leitgedanken

Hier sind alle Leitgedanken aus den Pfarrbriefen seit Oktober 2002 zu finden:

Absprung

Skispringer

Schon lange fasziniert mich der Absprung eines Skispringers. Er ist eine der wichtigsten Phasen des Schanzensprunges.

Bei hoher Geschwindigkeit und maximaler Anspannung des ganzen Körpers versucht der Sportler, zum optimalen Zeitpunkt in die beste Flugposition zu gelangen. Ein Top-Sprung mit Rekordweite setzt einen guten Absprung voraus.

Das Jahr 2021 liegt vor uns. Wir sind im Anlauf und nähern uns dem Schanzentisch; der Blick nach unten zeigt: verdammt hoch!

Es ist zu spät zum Hadern und Zögern, zu spät für lange Diskussionen und endlose Abwägungen.

Jetzt kommt es drauf an: der Absprung. Den richtigen Moment nicht verpassen, das Tempo optimieren, die Anspannung wollen, Mut beweisen. Der Blick ist nach vorne gerichtet; die Zielgerade fest anvisiert. Das jahrelange Training zahlt sich aus. Der Trainer weiß, zu welchen großartigen Sprüngen sein Schützling in der Lage ist.

Ich wünsche uns allen Mut, den Sprung in das neue Jahr zu wagen. Es wird uns kalte Luft um die Ohren wehen, wir werden Gegenwind zu spüren bekommen. Doch wer einmal Anlauf genommen hat, der muss nach vorne schauen. In unseren Gemeinden heißt es nun, die Herausforderungen anzunehmen und die zukunftsweisenden Veränderungen anzupacken. Nicht jeder Sprung kann ein neuer Rekord sein, aber mit Gottvertrauen schaffen wir TOP-Sprünge.

Gottes Segen für das Jahr 2021!

Für die Gemeindeleitung: Gerlinde Lohmann

Der Februar begrüßt uns mit dem Fest Mariä Lichtmess.

Der Februar begrüßt uns mit dem Fest Mariä Lichtmess. Der Tag erinnert an den ersten Besuch von Maria und Josef mit ihrem Kind Jesus im Tempel, deshalb offiziell auch: Darstellung des Herrn. Vordergründig geht es um die Erfüllung eines alten Bauches. Die dankbaren Eltern tun, was das Gesetz vorschreibt: Ein Opfer darbringen. Ganz sicher wollen sie Gott auch um seinen Schutz für ihr kleines Kind bitten. Sie hatten wohl nicht damit gerechnet, dass sie dort im Tempel in besonderer Weise begrüßt werden. Da tritt ihnen ein alter Mann entgegen: Simeon. Und er sagt: Jetzt kann ich beruhigt sterben, denn ich habe das Licht gesehen. Und mit dem Licht meint er Jesus und all das Glück und die Hoffnung, die dieses Gottes- und Menschenkind in die Welt bringen wird.

Es ist in der Kirche eine alte Tradition, an diesem Tag die Kerzen für das ganze Jahr zu segnen, sich gewissermaßen einen Jahresvorrat an Licht anzulegen. Licht sehen, das wollen wir alle. Sprichwörtlich: „Am Ende des Tunnels“, wenn wir “im Dunkeln tappen“ oder „im einem Loch“ sind. Gerade ganz wichtig: Weil wir den dunklen Winter jetzt endlich satt haben.

Viele empfinden die gegenwärtige Situation mit Corona als eine dunkle Zeit. Wir haben brennende Kerzen in die Fenster gestellt. „Du bist nicht allein“ sollte das sagen. Wir haben diese Botschaft alle gut verstanden. Im Evangelium redet Simeon noch weiter. Er spricht davon, dass von dem Licht Jesus viele aufgerichtet werden, andere aber zu Fall kommen. Er meint wohl: Du kannst das Licht annehmen. Dann stehst du aufrecht und stark mit Gott, dann kommst du raus aus dem Loch. Du kannst aber auch die Augen verschließen. Dann kommt von Gottes Licht nicht viel bei dir an und du wirst im Leben heftig auf die Nase fallen.

Ich wünsche uns allen für den Februar und hoffentlich für das ganze Jahr richtig viel göttliches Licht. Lassen wir uns aufrichten von jedem kleinen Lichtstrahl, der uns erreicht, und erwärmen vom Licht, das unser Herz erfüllen will. Vielleicht gelingt es uns dann ja sogar selber Licht für andere zu sein.

Pfr. Thorsten Aymanns

Es REICHt!

Da steht er... Jesus mitten in der Markthalle.
Im Trubel der Händler und der Pilger.
Mitten im Alltagsgeschäft.
Mitten im Tempel.

Hörend, den Blick schweifend,
Faust nicht in der Tasche,
sondern bereit zum Kampf.

Einer, der sagt: Es reicht!
Das Haus meines Vaters
soll zum Haus des Gebetes werden,
nicht des Geldes.

Empörende Schreie, tötende Blicke:
„Was ist das für einer?“
Der unser System ins Wanken bringt?
Der sich gegen die Gesetze wendet?
Der einen Tempel in drei Tagen wieder aufrichtet?

Wo ist einer, der heute sagt: Es reicht!
Reißt den Tempel nieder
aus Ängsten, Ausgrenzung,
aus Selbstzweifel und Sorge,
aus Macht und Vorurteilen!

Ich selbst werde ihn aufrichten.

Welchen Tempel reißen wir nieder?

Du Gott,
der Menschennahe und Barmherzige,
machst den Menschen
zum Ort deiner Gegenwart,
damit dein Reich unter Menschen wird.

für die Gemeindeleitung
Tetyana Lutsyk