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Der Februar begrüßt uns mit dem Fest Mariä Lichtmess.

Der Februar begrüßt uns mit dem Fest Mariä Lichtmess. Der Tag erinnert an den ersten Besuch von Maria und Josef mit ihrem Kind Jesus im Tempel, deshalb offiziell auch: Darstellung des Herrn. Vordergründig geht es um die Erfüllung eines alten Bauches. Die dankbaren Eltern tun, was das Gesetz vorschreibt: Ein Opfer darbringen. Ganz sicher wollen sie Gott auch um seinen Schutz für ihr kleines Kind bitten. Sie hatten wohl nicht damit gerechnet, dass sie dort im Tempel in besonderer Weise begrüßt werden. Da tritt ihnen ein alter Mann entgegen: Simeon. Und er sagt: Jetzt kann ich beruhigt sterben, denn ich habe das Licht gesehen. Und mit dem Licht meint er Jesus und all das Glück und die Hoffnung, die dieses Gottes- und Menschenkind in die Welt bringen wird.

Es ist in der Kirche eine alte Tradition, an diesem Tag die Kerzen für das ganze Jahr zu segnen, sich gewissermaßen einen Jahresvorrat an Licht anzulegen. Licht sehen, das wollen wir alle. Sprichwörtlich: „Am Ende des Tunnels“, wenn wir “im Dunkeln tappen“ oder „im einem Loch“ sind. Gerade ganz wichtig: Weil wir den dunklen Winter jetzt endlich satt haben.

Viele empfinden die gegenwärtige Situation mit Corona als eine dunkle Zeit. Wir haben brennende Kerzen in die Fenster gestellt. „Du bist nicht allein“ sollte das sagen. Wir haben diese Botschaft alle gut verstanden. Im Evangelium redet Simeon noch weiter. Er spricht davon, dass von dem Licht Jesus viele aufgerichtet werden, andere aber zu Fall kommen. Er meint wohl: Du kannst das Licht annehmen. Dann stehst du aufrecht und stark mit Gott, dann kommst du raus aus dem Loch. Du kannst aber auch die Augen verschließen. Dann kommt von Gottes Licht nicht viel bei dir an und du wirst im Leben heftig auf die Nase fallen.

Ich wünsche uns allen für den Februar und hoffentlich für das ganze Jahr richtig viel göttliches Licht. Lassen wir uns aufrichten von jedem kleinen Lichtstrahl, der uns erreicht, und erwärmen vom Licht, das unser Herz erfüllen will. Vielleicht gelingt es uns dann ja sogar selber Licht für andere zu sein.

Pfr. Thorsten Aymanns