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Das Pfarrbüro St. Sebastian bleibt voraussichtlich bis einschließlich 21.9. geschlossen. Telefonisch ist das Büro erreichbar.

Betrübnis

Impuls vom 19.9.2020

Traurige Köpfe

Aufstehen und Sorgen spüren – einen schlechteren Start kann ich mir kaum wünschen.

Oft sind die Sorgen sehr konkret, hängen mit Menschen oder Umständen zusammen. Manchmal sind sie auch nur diffus. Ich kann sie gar nicht richtig verorten.

„Warum bist du betrübt, meine Seele, und bist so unruhig in mir?” (Ps 43,5)
Diese Frage richtet jemand an sein Innerstes.

Werde dir im Klaren über das, was dich bedrückt. Wenn deine Betrübnis konkret ist, gehe gegen sie an, so gut du eben kannst.
Wenn deine Betrübnis diffus ist, sage sie wenigstens Gott. Er möge dir helfen. Sei gewiss: Er steht zu dir.

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Zwischen Sorge, Zuversicht und Vorsatz

Nach der Sommerpause startet das "normale" Leben neu. Doch was ist in diesem Jahr schon normal?

Mit Sorge sehe ich die Oberflächlichkeit von Menschen, die sich an Corona gewöhnt haben und das Virus verharmlosen. Die Masken sind lästig, der Mindestabstand verringert sich, Umgangsformen werden risikoreich…

Dennoch gehe ich mit Zuversicht in das zweite Halbjahr und stelle mich seinen Herausforderungen.

Ich nehme mir vor:

  • die nötigen Regeln einzuhalten
  • Kontakte zu pflegen, weil mich jemand braucht (und ich auch sie und ihn)
  • den Draht zu Gott nicht zu vernachlässigen
  • gewohnte Umgangsweisen zu hinterfragen
  • verantwortungsvoll Feste zu feiern
  • die Gemeinschaft der anderen Glaubenden zu suchen
  • die Gesundheit und Freiheit der anderen zu achten
  • die familiären Beziehungen achtsam zu leben …

Ich setze auf die Vorsichtigen und dennoch Mutigen, die mich stark machen für eine Zeit, die alles andere als normal sein wird. Und ich hoffe, dass ich in dieser Gruppe viele Christen treffe.

Für die Gemeindeleitung
Josef Voß

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Josef Voß: Abgabe von Ämtern

Josef Voß

Nach langer Überlegung habe ich zum 1. 9. 2020 verschiedene Ämter, die ich seit einigen Jahren innehabe, abgegeben. Dieser Schritt war notwendig, weil mir die nötigen Kräfte fehlen, die Aufgaben verantwortungsvoll und pflichtbewusst weiterhin wahrzunehmen.
Es handelt sich um die Aufgaben des Leiters der GdG ‚grenzenlos’, des Leiters des Kirchengemeindeverbandes Aachen-Nordwest und des Administrators für die Pfarreien St. Konrad mit Philipp Neri, St. Peter und St. Sebastian. Alle diese Aufgabenbereiche erfordern ein hohes Maß an Leitungsfähigkeit, Übersicht, Koordination, Personalführung, Krisenmanagement, Kommunikation und guten Nerven.
Ich weiß, dass ich an andere, wie auch an mich selber, hohe Erwartungen stelle. Aber in dieser Erwartungshaltung konnte ich den übertragenen Aufgaben nicht länger gerecht werden. Dann war es nur konsequent, die Erfüllung dieser Ämter in andere Hände zu legen. Wie das geschieht, ist Planung der Personalabteilung des Bistums, mit der meine Entscheidung abgesprochen ist, im Zusammenspiel mit den Hauptamtlichen vor Ort.

Ich bitte um Verständnis für meine Entscheidung und um deren Annahme. Denn ich habe mich schon seit längerem ernsthaft geprüft, wann der Zeitpunkt gekommen ist, diese Ämter abzugeben. Nun war er da, weil es im Hinblick auf meine Gesundheit nicht mehr anders geht.

Dankbar bin ich für sehr viel Vertrauen, das ich erfahren habe. Es hat mich über lange Zeit stark gemacht, das zu tun, was ich als die mir zugedachte Aufgabe erkannt habe. Doch da ich spürte, dass ich immer schneller an meine Grenzen stieß und deshalb Gefahr lief, den Menschen nicht mehr angemessen begegnen zu können, war das Alarmsignal einfach da.

Ich bitte alle unserer GdG sehr herzlich darum, den Hauptamtlichen der GdG und den Angestellten des KGV, die ihren Vorgesetzten verloren haben und sich neu aufstellen müssen, sowie den Mitgliedern des ‚Koordinierungskreises St. Konrad, St. Sebastian, St. Peter’ mit Vertrauen und Verständnis zu begegnen. Sie gehen in eine neue Zeit.
Als Seelsorger in der GdG und als Pastor in St. Heinrich, St. Laurentius und St. Martinus bleibe ich weiterhin im Dienst.

Josef Voß

Brief der Gemeindeleitung wegen Instruktion aus Rom

Briefpapier und Füllfederhalter

Im Juli veröffentlichte die Kleruskongregation in Rom eine Instruktion, die hohe Wellen schlägt.
Die Gemeindeleitung St. Heinrich, St. Laurentius und St. Martinus und der Koordinierungskreis St. Konrad, St. Peter und St. Sebastian beziehen dazu vor ihren Gemeinden Stellung:

In der Instruktion wird vom Geist des letzten Konzils gesprochen, durch das eine Öffnung der Kirche in die Gegenwart hinein angestrebt wurde. Wir begrüßen die Anerkennung der Würde, die allen Getauften durch das Konzil zuerkannt wird, sehr.
Um so schwerer können wir verstehen, dass im folgenden Text die Stellung des Priesters bzw. Pfarrers einer Pfarrei überaus einseitig betont wird. Dadurch wird die Stellung der Laien in ungebührlicher Weise herabgesetzt.
Die Instruktion hält fest: Die Leitung einer Pfarrei bleibt ausschließlich dem Pfarrer übertragen. Andere Personen werden nie Teil haben können an der Leitungsgewalt des Pfarrers.

Diese Aussagen treffen unsere Arbeit als vom Bischof bestellte Gemeindeleitung bzw. Koordinierungskreis ins Mark. Wir fühlen uns mit Füßen getreten und unsere Arbeit missachtet. Wir setzen unsere ganze Kraft und Glaubensüberzeugung dafür ein, am Ort eine lebendige Kirche Jesu Christi zu gestalten und zu verantworten. Dabei wissen wir uns im Teilen der Leitungskompetenz mit dem Pfarrer und Pfarradministrator in derselben Verpflichtung und Verantwortung.
Nach dem Text der Instruktion dürfte es uns nicht geben: nicht diese Möglichkeit, letzte Verantwortung zu tragen, die wir mit Engagement und Leidenschaft einbringen. Deshalb verletzt und empört uns die römische Instruktion sehr!

Wir fragen uns aber auch: Wenn die Ausrichtung der Leitung allein auf den geweihten Priester zielt – wie soll dies dann funktionieren in dieser Zeit, in der es bei weitem nicht genug Priester gibt? Wie soll das Gemeindeleben letztverantwortlich geregelt werden, wenn darüber nur der Priester entscheiden darf, der aber nicht existiert? Was wird aus der Lebendigkeit der Gemeinden vor Ort, wenn Menschen sich letztverantwortlich einbringen wollen, aber nicht wissen, ob sie es dürfen?

Wir erkennen in der Instruktion eine traditionelle, zwar kirchenrechtlich saubere Definition der „Leitungsgewalt” des Priesters, die aber in keiner Weise mit der Wirklichkeit vereinbar ist. Die Instruktion überhöht die Macht der einen (Priester, die zunehmend fehlen oder nicht mehr können), sie diskriminiert die anderen (Laien, die noch da sind und sich einsetzen), und stellt Prinzipien auf, die die ohnehin dramatische kirchliche Situation in eine Sackgasse führen.
Wir fragen uns entsetzt: Was soll das? Wohin führt das?
So hat Kirche keine Chance und keine Zukunft.
Solange wir dürfen, werden wir uns mit ganzem Einsatz für die uns anvertrauten Gemeinden bereithalten und gemeinsam mit dem Pfarrer und Pfarradministrator Leitung und Verantwortung wahrnehmen. Dazu jedoch brauchen wir noch viel mehr als früher die Unterstützung unserer Gemeinden.

Die Gemeindeleitung in St. Heinrich, St. Laurentius und St. Martinus
Der Koordinierungskreis St. Konrad, St. Peter und St. Sebastian

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