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Gottesdienst zum 2. Fastensonntag

Impuls vom 28.2.2021

Hören Sie den Gottesdienst zum 2. Fastensonntag

 
Kugel

Begrüßung

Herzlich willkommen zu unserem Podcast am 2. Fastensonntag. Wir freuen uns, dass wir auch heute wieder mit Ihnen Lieder, Gebete und Gedanken teilen dürfen.

Beginnen wir im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied

Gotteslob 422,1 – Ich steh vor dir mit leeren Händen

Einführung

Das kann Gott doch nicht wollen.
Das geht zu weit.
Da verstehe ich ihn aber wirklich nicht.

Gott ist oft so ganz anders, als wir ihn uns denken, als wir ihn uns wünschen. Unser Glaube an ihn wird manchmal auf eine harte Probe gestellt.

Und doch gilt seine Zusage:
Ich bin bei dir, ich lasse dich nicht los.
Auf diese Zusage darf ich bauen – trotz allem.

Gebet

Gott,
du Unbegreiflicher,
du oft nur schwer Verständlicher,
du der ganz Andere.

Höre mich,
lass mich nicht allein,
rette mich, fang mich auf.
Denn du bist doch mein Gott,
dem ich vertraue. Amen.

Liedruf

Gotteslob 511 (mit Versen aus Psalm 38)

Lesung

Gen 22, 1 – 2. 9a. 10 – 13. 15 – 18

Impuls

 

Lied

Gotteslob 437 - Meine engen Grenzen

Vater unser

Jesus sagt uns, dass wir zu Gott Vertrauen haben dürfen wie zu einem guten Vater und einer guten Mutter. Und so dürfen wir ihn auch ansprechen:
Vater unser...

Schlussgebet

Gott, du bist uns nahe. Das zu glauben fällt uns leicht, wenn wir die Welt umarmen können. Darauf zu vertrauen gibt uns Kraft und Halt, wenn alles Weltliche um uns herum einbricht.

Wir bitten:
Stärke und vertiefe unseren Glauben und lass uns allezeit deine Nähe spüren. Amen.

Segen

Und so segne uns und alle, die zu uns gehören,
der starke Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Er segne uns und lasse uns zum Segen werden. Amen.

Lied

Gotteslob 811 – Keinen Tag soll es geben

 

Wir wünschen Ihnen allen einen guten Sonntag und Gottes reichen Segen für die kommende Woche.

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Der Februar begrüßt uns mit dem Fest Mariä Lichtmess.

Der Februar begrüßt uns mit dem Fest Mariä Lichtmess. Der Tag erinnert an den ersten Besuch von Maria und Josef mit ihrem Kind Jesus im Tempel, deshalb offiziell auch: Darstellung des Herrn. Vordergründig geht es um die Erfüllung eines alten Bauches. Die dankbaren Eltern tun, was das Gesetz vorschreibt: Ein Opfer darbringen. Ganz sicher wollen sie Gott auch um seinen Schutz für ihr kleines Kind bitten. Sie hatten wohl nicht damit gerechnet, dass sie dort im Tempel in besonderer Weise begrüßt werden. Da tritt ihnen ein alter Mann entgegen: Simeon. Und er sagt: Jetzt kann ich beruhigt sterben, denn ich habe das Licht gesehen. Und mit dem Licht meint er Jesus und all das Glück und die Hoffnung, die dieses Gottes- und Menschenkind in die Welt bringen wird.

Es ist in der Kirche eine alte Tradition, an diesem Tag die Kerzen für das ganze Jahr zu segnen, sich gewissermaßen einen Jahresvorrat an Licht anzulegen. Licht sehen, das wollen wir alle. Sprichwörtlich: „Am Ende des Tunnels“, wenn wir “im Dunkeln tappen“ oder „im einem Loch“ sind. Gerade ganz wichtig: Weil wir den dunklen Winter jetzt endlich satt haben.

Viele empfinden die gegenwärtige Situation mit Corona als eine dunkle Zeit. Wir haben brennende Kerzen in die Fenster gestellt. „Du bist nicht allein“ sollte das sagen. Wir haben diese Botschaft alle gut verstanden. Im Evangelium redet Simeon noch weiter. Er spricht davon, dass von dem Licht Jesus viele aufgerichtet werden, andere aber zu Fall kommen. Er meint wohl: Du kannst das Licht annehmen. Dann stehst du aufrecht und stark mit Gott, dann kommst du raus aus dem Loch. Du kannst aber auch die Augen verschließen. Dann kommt von Gottes Licht nicht viel bei dir an und du wirst im Leben heftig auf die Nase fallen.

Ich wünsche uns allen für den Februar und hoffentlich für das ganze Jahr richtig viel göttliches Licht. Lassen wir uns aufrichten von jedem kleinen Lichtstrahl, der uns erreicht, und erwärmen vom Licht, das unser Herz erfüllen will. Vielleicht gelingt es uns dann ja sogar selber Licht für andere zu sein.

Pfr. Thorsten Aymanns

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Eine starke Zäsur nach langer Zeit: Abschied

Pfarrer Josef Voß

Vor 25 Jahren bin ich zum Pfarrer in St. Martinus ernannt worden, vor 23 Jahren zum Pfarrer in St. Heinrich, vor 10 Jahren zum Pfarradministrator - und anschließend Pfarrer - in St. Laurentius. Jetzt habe ich nach vielen Erwägungen und Gesprächen den Bischof von Aachen gebeten, mich von diesen Ämtern zu entbinden. Der Bischof hat diese Bitte um Entpflichtung zum 1. September 2021 angenommen.

Der Grund für meine Bitte um Entpflichtung liegt auf der Hand: Die Kraft reicht nicht mehr aus.

Pastor sein ist so vielschichtig: Verkündigung des Glaubens, Begleitung von Menschen – vor allem in Krisen- und Leidsituationen, Spendung der Sakramente, offen sein für konkrete Anfragen und Bedürfnisse, Nachgehen von Enttäuschten, Befriedung von Konflikten, Zusammenhalten der Verschiedenen - Pfarreien, Gruppen, Einzelnen; Feiern von Festen, Wertschätzung der Engagierten, Koordinieren von Aufgabengebieten und Interessen, Mitleiden mit den Geprüften, Mitnehmen der Langsamen und Bremsen der Schnellen, Verständnis für die Konservativen und die Progressiven, Brückenbauen, Mut machen, Solidarität bezeugen, repräsentieren, Optimismus ausstrahlen, Überzeugung verbreiten… – und bei all dem sich selbst nicht verlieren. Und dann noch der unendliche Wust an Gremienarbeit, Sitzungen, Protokolle lesen, Kontakte pflegen in die GdG, in die Region, zum Bistum, zu den gesellschaftlichen Gruppen in den Stadtteilen…

Gerne hätte ich meine Entscheidung erst im Alter von 70 Jahren wahr gemacht. Aber das wird nicht gehen. Die Zeit für die starke Zäsur der Veränderung ist jetzt.

Im Leben der Pfarreien wird sich einiges ändern, ohne dass wir heute darüber Genaues sagen können. Fragen stehen im Raum: Wird ein neuer Pfarrer kommen? Wäre er bereit, das Gemeindeleitungsmodell, das wir seit 2012 praktizieren, fortzuführen? Oder gibt es alternative Modelle ohne Pfarrer – für eine kurze oder längere Zeit? Welche Rolle spielt dabei der in 2021 zu Ende gehende Bistumsprozess?

In meinem Leben wird sich ebenfalls einiges ändern. Auch für mich stehen viele Fragen im Raum: Wie wird es weitergehen? Wo kann ich meine Hilfe anbieten und seelsorgerisch tätig sein? Wie sieht mein letzter Lebensabschnitt aus? Im Moment gibt es auch hier noch keine Klarheit.

Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Erleichterung darüber, dass ein Ende der Überforderung in Sicht ist, und der Wehmut darüber, dass ich zum September unsere Gemeinden werde verlassen müssen. Aber es gibt keine Alternative zu der gefällten Entscheidung.

Ich habe die Gemeindeleitung über meine Entscheidung und die Zustimmung des Bischofs informiert, ebenfalls die drei Kirchenvorstände. Ich hätte es gerne genauso in den Gottesdiensten Mitte Januar persönlich für die Anwesenden getan. Aber die Einschränkungen wegen der Pandemie haben es mir verwehrt. Deshalb soll diese Nachricht im DreiKlang und im Internet nun alle übrigen erreichen.

Ich bitte sehr um Verständnis für meinen Schritt, der mir schwer fällt, aber auch richtig erscheint. Ich setze auf möglichst viel Normalität für die Zeit, die uns noch miteinander bleibt.

So schaue ich mit Weh-Mut in die Zukunft und grüße alle sehr herzlich!

Josef Voß

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